Wie alt wird ein Rebstock?

Das ist wirklich eine der Fragen, die uns am häufigsten begegnet. Steht man als Laie vor einem Rebstock, so kann man dies nicht unbedingt abschätzen, denn ist der Stamm noch dünn, so geht man von einem jungen Stock aus. Ist es schon ein richtiger "Knorze", so hat er schon das ein oder andere Jahr mitgemacht.

Weinreben können in der Tat 80 bis 100 Jahre (!) alt werden. In Rhodt (Pfalz) steht der älteste bekannte Weinberg in Deutschland, der mehr als 300 Jahre alt ist. Er wurde sogar urkundlich erstmals im Jahre 1194 erwähnt.

In Spanien finden sich auch noch Rebstöcke, die über 120 Jahre alt sind und damit sogar die Reblausplage überlegt haben, die Ende des 19. Jahrhunderts in ganz Europa fast alle Weinberge infizierte.

Unser ältester Weinberg ist mit 55 Jahren ein Silvaner in Roth (Straße hoch nach Wald-Erbach).

Im modernen Weinbau werden Weinberge in der Regel nach 20-25 Jahren erneuert. Dies hängt damit zusammen, dass der Ertrag des Rebstocks dann kontinuierlich abnimmt - er wird nun mal älter...

 Doch wenn der Ertrag abnimmt, so konzentrieren sich die Inhaltsstoffe in der Beere und dies ist genau der Punkt, was die "Alten Reben" so interessant macht. Alle Bestandteile werden bei weniger Ertrag konzentriert und ergeben ein dichteres und vielschichtigeres Aroma.

Die Weine werden komplexer und kräftiger und haben oftmals das "gewisse Etwas", was junge Weinstöcke den Trauben noch nicht mitgeben.

Zwar nimmt der Ertrag des Weinbergs ab, die Arbeit für den Winzer intensiviert sich, aber letztendlich wird man am Ende des Jahres dafür belohnt! :-)

Dennoch wird irgendwann jeder Weinberg mal erneuert, sodass auch eine neue Generation mal wachsen darf.

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.